Welche Bedeutung haben Gütesiegel beim Einrichtungskauf?
Eltern wollen ihren Kindern einen Wohnraum einrichten, der gesundheitlich möglichst wenig Beeinträchtigungen mit sich bringt. Da sie den Möbeln, Teppichen und anderen Einrichtungsgegenständen die Schadstoffbelastung nicht ansehen und auch nicht vor Ort testen können, sind Sie darauf angewiesen auf Gütesiegel zu vertrauen. Siegel bieten beim Kauf eine gute Orientierung, jedoch garantiert kein Siegel eine Schadstofffreiheit, da immer nur Muster getestet werden. Es kann durchaus vorkommen, dass in einer Möbelserie trotzdem einzelne Stücke stärker belastet sind als das gezogene Muster, das im Labor analysiert wurde. Die Kriterien für die Vergabe für Gütesiegel werden unterschiedlich streng gehandhabt. Im Kinderzimmer ist auf besonders enge Auslegung der Kriterien Wert zu legen, da Kinder im Entwicklungsprozess stärker Wohngifte aufnehmen und diese im Entwicklungsprozess stärkere Folgen haben können als beim Erwachsenen. Das LGA-Siegel "schadstoffgeprüft" legt engere Kriterien an als das LGA Siegel "tested". Im Fachgeschäft finden Sie auch das Eco-Zertifikat und Öko-Control. Im Fachhandel finden Sie häufiger das ECO-Zertifikat und Öko-Control. Weiter verbreitet ist der "Blaue Engel" als Umweltsiegel. In den Bestimmungen der Vergaberichtlinien des Blauen Engels steht ausdrücklich geschrieben, dass n der Werbung irreführende Begriffe wie schadstofffrei, ökologisch usw. zu unterlassen sind. Auch dies deutet darauf hin, dass selbst Produkte mit dem blauen Engel noch einen Restschadstoffanteil beinhalten. Manchmal finden Sie auch das "Goldene M" der deutschen Gütegemeinschaft Möbel. Wenn Ihre Kinder kurz nach einer Wohnraumrenovierung, der Anschaffung neuer Möbel oder eines neuen Bodenbelages Anzeichen von Allergien zeigen, nervös werden oder leichter ermüden, sollte eine Überprüfung des Kinderwohnraumes auf Wohngifte nicht ausgeschlossen werden.
|